Donnerstag, 13. September 2007

Tag 1: Tegernsee – Pfitscher Joch

Strecke: ca. 120 KM - 2.600 HM


Los ging es vom Parkplatz der Seilbahn in Rottach-Egern (sehr nobel und teuer) aus, direkt erstmal 300 Hm auf Schotter, in Richtung Zillertal. Während der ersten Abfahrt hatte ich auch schon direkt das erste Problem mit meinem Rad. Die Federgabel (RS Sid) war so hart eingestellt das durch die Vibrationen mein Sichtfeld verschwamm und ich extrem langsam fahren musste. Die Gabel hatte irgendeine Macke, die Rohre sind ständig mit lautem Klacken innerhlab der Gabel aufgeschlagen. Nachdem wir Luft abgelassen hatten ging es dann endlich mal zügig voran. Im Zillertal angekommen und etliche Energieriegel leichter haben wir dann eine Mittagspause eingelegt, denn wir mussten noch realtiv viele Höhenmeter klettern. Danach kam der unangenheme Teil - einen richtigen Berg hochfahren. ich war erstmal beeindruckt von den steilen Pfaden - unbegründet wie mir Stefan, ein erfahrerner Alpencrossteilnehmer und zäh wie Leder, klargemacht hat. "Das ist doch alles noch Kindergeburtstag,.....Kindergeburtstag." Nach diesem Joke, und es war keiner wie ich die restlichen Tage feststellen durfte, sind wir nach 12 KM am Schlegeisspeicher, einem mächtigen Staudamm angekommen. An dieser Stelle hatte ich meinen persönlichen Tagestiefpunkt. Ich dachte echt jeden Moment bleiben meine Beine einfach komplett hart und bewegen sich keinen mm mehr. Aber wir hatten noch mehr als 2 h Fahr- und Schiebepassagen vor uns. Nach dem ersten technischen Anstieg an diesem Tag auf einem Pfad, der nur die Möglichkeiten - links 200 m ins Tal stürzen, oder geradeaus fahren - eröffnete, haben wir nochmal eine kleine Pause an einer bude gemacht. Dort war auch ein kleiner mongoloider Junge am Start. Ich hatte trotz der Warnung von Micha, es nicht zu tun, mein Essen neben den Jungen auf eine Bank gelegt. 1 Minute später hat er meine Wurst mit Sabber besudelt, zudem kam auch noch ein Golden Retriever und wollte mit mir das Essen teilen. Aber durch die Höhenluft war ich warscheinlich schon zu benommen um mich aufzuregen. Danach folgte der Anstieg über ein riesiges Geröllfeld mit Bächen, Felsbrocken und Kühen. hier hab ich getrost mein Hirn abgeschaltet und mich auf schieben, tragen und ein bisschen fahren eingestellt. Die Tour ist angeblich komplett fahrbar - obwohl man stellenweise noch nichtmal ordentlich laufen kann. Hier mussten wir uns alle ziemlich überwinden, zumal wir ja schon über 10 Stunden unterwegs waren. Kurz vor der Dämmerung war die Qual denn endlich vorbei und wir wurde von den anderen Teilnehmern einer leichteren Tour (die sind erst im Zillertal gestartet und hatten eine Tagesleistung von 40 KM) beglückwünscht. Nach einer der Zimmeraufteilung konnten wir dann Duschen und zwar mit anstehen. Auf den Hütten ist halt alles sehr provisorish eingerichtet, aber die hier war trotzdem noch eine der luxoriösesten, mit Trockner und allem Schnickschnack. Ja, zum Abendesse gab es dann ..... jawohl - Nudeln. Ich hätte noch 2 Teller davon essen können, aber die Preise hier sind enorm. Das hab ich ein bisschen unterschätzt. Das tollste war die Nacht. So wie hier alle gefahren sind, so schnarchen auch einige. Ich glaube ich bin erst um 5 eingeschlafen, obwohl mir eigemtlich direkt nach der Ankunft die Augen schon fast zugefallen sind. - Das war der erste Tag - zum einrollen und zum dran gewöhnen.